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COMIRNATY-EY2172 (seit 2020)

Fotografischer Essay in Corona-Test- und Impfzentren

Als am 27.01.2020 der erste mit SARS-CoV-2 infizierte Mensch in Deutschland registriert wurde, haben nur die wenigsten geahnt, welche Auswirkungen das Virus auch in Deutschland haben wird.

Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu: „Das Risiko für eine Ausbreitung des Virus in Deutschland ist aber nach wie vor gering.“

Der Bundesgesundheitsminister: „Es war zu erwarten, dass das Virus auch Deutschland erreicht. Der Fall aus Bayern zeigt aber, dass wir gut darauf vorbereitet sind. Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach Einschätzung des RKI (Robert-Koch-Institut, Anmerkung des Verfassers) weiterhin gering.“

Aus einer lokalen Epidemie wurde eine globale Pandemie. Bis Mitte Mai 2021 gab es 163 Millionen Infizierte weltweit, mehr als 3,38 Millionen Menschen starben an den Folgen der Infektion. Selbst in europäischen Ländern waren zeitweilig die Intensivstationen der Krankenhäuser überfüllt.

Die besonders gefährdeten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen wurden wochen- oder monatelang isoliert. Schulen und Kindertagesstätten waren - und sind - seit Monaten geschlossen, die Familien müssen mit den Folgen fertig werden. Weite Teile des kulturellen Betriebes sind, wenn nicht lahmgelegt, so doch gezwungen sich mit gänzlich neuen Umständen zu arrangieren. Einige Bereiche der Wirtschaft, wie z.B. die Gastronomie, die Hotellerie, die Veranstaltungsbranche und sehr viele Selbstständige sind massiv von Umsatzeinbrüchen getroffen.

Die sozialen und wirtschaftlichen Langzeitfolgen der Pandemie sind in Deutschland und weltweit noch nicht absehbar - auch nicht die, die vielleicht irgendwann einmal positiv sein werden.

Ich bin ein privilegierter Bewohner eines Landes der ohnehin schon privilegierten „ersten Welt“. Es gibt ein funktionierendes Gesundheitssystem, soziale Absicherung und persönliche Sicherheit in einem Maß welches in vielen Gesellschaften und Ländern nicht gegeben ist.

Dennoch kommt es mir vor als wenn die Gesellschaft Mitte März 2020 mit dem ersten Shutdown in Deutschland in eine Parallel-Welt eingetreten ist. Nur drei Wochen vorher war ich noch 2000km entfernt in Rumänien unterwegs. Kurze Zeit nach der Rückkehr war das Leben ein anderes. Das selbstverständliche Treffen von Freunden, Familie und Kollegen war nur noch unter Einhaltung von neuen Regeln oder virtuell möglich. Diese Regeln zielen auf Distanz ab. Sie wollen Abstand wo vorher Nähe war.

Die Corona- Test- und Impfzentren sind die Orte die eine Rückkehr in eine „Normalität“ ver-sprechen. Diese sind in einer für Deutschland ungewohnten Mischung aus Improvisation und Ordnung entstanden. 

 

An diesen Orten sind die Fotografien entstanden.